ARD: Vorsätzliche Verzerrungen in der Berichterstattung über den Gas-Streit zwischen Russland und der Ukraine

ardEigentlich müsste man von Lügen sprechen, denn die vorsätzlichen Verzerrungen in der Berichterstattung über den Gaskonflikt zwischen Russland und der Ukraine sind keine semantischen Schlampereien, sondern verfolgen das politisch-propagandistische Ziel, Russland als unzuverlässigen Energielieferanten darzustellen.

Tatsächlich könnte man die zahlreichen öffentlichen Versicherungen Russlands, der EU weiterhin Gas zu liefern, kaum in einem Beitrag aufzählen, ohne diesen zu sprengen. Es gehört trotzdem seit Jahren zur politisch gelenkten Desinformation der Öffentlich-Rechtlichen, dass behauptet wird, Russland hätte seine Lieferungen an die EU gestoppt oder eingeschränkt. Tatsächlich hat aber Russland ausschließlich Lieferungen an die Ukraine gedrosselt oder gestoppt, weil diese ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen ist und obendrein für EU-Länder bestimmtes Gas unterschlagen hat.

Stattdessen wird in deutschen Medien die Lüge verbreitet – oder mit schwurbeligen Formulierungen der Eindruck erweckt – Russland würde seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Das ist schon deshalb eine unsinnige Vorstellung, weil es überhaupt nicht im russischen Interesse ist, auf das Gasgeschäft mit der EU zu verzichten.

Nichtsdestotrotz hieß es am gestrigen 26.9. in der Tagesschau:

Judith Rakers: “Russland und die Ukraine haben sich im Streit über Gaslieferungen offenbar angenähert. Wie EU-Energiekommissar Oettinger nach Gesprächen in Berlin mitteilte, liegt ein Kompromissvorschlag auf dem Tisch. Danach soll die Ukraine bis Jahresende Altschulden bezahlen und Russland im Gegenzug Gas liefern. Die Regierungen in Moskau und Kiew müssen noch zustimmen, um einen erneuten Lieferstopp zu verhindern.”

tagesschau_26.9._Gasstreit

Bild anklicken (ab 6:38min)

Hans Jessen: Vor 5 1/2 Jahren kam am westlichen Ende der Pipelines kein Gas mehr an. Russland hatte den Hahn zugedreht wegen Preisstreitigkeiten mit der Ukraine. Dieses Horrorszenario soll sich nicht wiederholen. Versorgungssicherheit für die Ukraine und ganz Europa ist das gemeinsame Ziel zäher Verhandlungen”

Jessen erweckt ganz gezielt den Eindruck, Russland würde Lieferungen an die EU als Druckmittel im Streit mit der Ukraine missbrauchen und er verschweigt vorsätzlich die Tatsache, dass die Ukraine zuvor Gaslieferungen geklaut hat. Dieser Gasklau ist aber der Grund, weshalb das Gas, das Russland vertragsgemäß für die EU-Länder eingespeist hat, gar nicht in der EU ankam. Erst als die EU-Länder den Druckabfall und damit den erwiesenen Gasklau an Russland meldeten, hat man dort die Lieferungen über die Ukraine eingestellt – weil klar war, dass das Gas sowieso nicht bei der EU ankäme.

Diese Desinformation und Propaganda in Sachen Gasstreit setzte sich in den Tagesthemen fort. Dort behauptet Oliver Mayer-Rüth frech und ohne jeden Beleg:

tagesthemen_26.9._Gasstreit

Bild anklicken (ab 7.00min)

“Russisches Gas für die Ukraine. Seit Monaten sind die Lieferungen eingestellt, weil Kiew mehrere Milliarden Dollar Gasschulden bei den Russen hat, aber wohl auch wegen des Konflikts im Osten des Landes.

 

Was bildet sich der Glaskugel-Journalist Mayer Rüth eigentlich ein? Will er behaupten, Russland hätte die Lieferungen gestoppt, wenn die Ukraine ihren Zahlungsverpflichtungen nachgekommen wäre? Woher nimmt er dieses Wissen? Ist es seine Aufgabe, die Zuschauer über Fakten zu informieren oder seine dummen Hirngespinste zu verbreiten? Seine rotzfreche Unterstellung hat mit seriösem Journalismus nichts zu tun. Auch hier geht es nur um die weitere Diffamierung Russlands.


Quelle und weiterlesen: http://www.propagandaschau.de

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