ARD Weltspiegel extra: Mörderischer Ukraine-Krieg (mit russischen Phantomsoldaten)

ardARD 02.09.14 22:45 Uhr

Weltspiegel extra

Mörderischer Ukraine-Krieg – Flucht aus Ilowajsk

Ein ARD-Team begleitet eine Woche lang das ukrainische Freiwilligen-Batallion “Mirotworetz”. Es dokumentiert, wie die Männer im kleinen Ilowajsk eingekesselt werden und zeigt deren verzweifelten und verlustreichen Kampf, als sie unter Beschuss durch Moskau-treue Separatisten geraten…(LINK)

Schon im zweiten Satz des Programmhinweises auf die Weltspiegel extra-Ausgabe springt dem Leser die Propaganda ins Auge wie ein heimtückisches Schrapnell: Moskau-treu!

Was soll man dazu noch sagen? Es macht sprachlos, wie aggressiv und dümmlich der hysterische Staatsfunk mittlerweile versucht, den Krieg der Kiewer Junta gegen die Ostukraine Russland in die Schuhe zu schieben. Dahinter steckt die pure Verzweiflung transatlantischer Mächte, die gedacht haben, sie könnten in der Ukraine putschen wie in einer mittelamerikanischen Bananenrepublik – doch selbst da haben sich die Menschen gegen die militärischen Interventionen der USA regelmäßig und oft unter hohem Blutzoll gegen die rechten Todesschwadronen gewehrt.

Dass Putin der westlichen Falle in der Ukraine nicht mit einem Einmarsch auf den Leim gegangen ist, macht die Transatlantiker rasend vor Wut. Ihnen dämmert, dass sie am Ende auf einer Restukraine sitzen bleiben, die über Jahre mit Milliarden durchgefüttert werden muss.

Dabei hatten sie sich das so schön vorgestellt: Wir inszenieren eine Farbenrevolution in Kiew, die Russland nicht hinnehmen kann, locken Putins Armee in einen verlustreichen Bürgerkrieg gegen von uns aufgerüstete Freischärler, Terroristen und Milizen, wie weiland in Afghanistan, und werden ihn damit so lange zermürben, bis wir die nächste Revolte auf dem Roten Platz anzetteln. DAS war zweifellos der Plan der US-Strategen, die sich dafür ihre Lakaien in Europa (Fußsoldaten von Brok bis Harms) dienstbar gemacht haben.

weltspiegel_extraNur ist Putin den Strippenziehern bis heute nicht auf den Leim gegangen. Sie haben mit aller Gewalt auf die Ostukrainer eingeschlagen, um Putin zum Eingreifen zu provozieren, doch der blieb ruhig und bei klarem Verstand, weil er weiß, dass die Zeit für ihn spielt. So erklärt sich die schäumende und maßlose Propaganda in den transatlantisch kontrollierten Medien, die auch in diesem eigentlich informativen Film des Weltspiegels durchschlägt.

Die Bearbeitung des unter Lebensgefahr hergestellten Bildmaterials mit interessanten Interviews oblag dem ARD-Propagandisten Lielischkies, der – obschon gar nicht dabei gewesen – sich anmaßt, den Film mit seinen dümmlichen Unterstellungen zu verschandeln.

“Die ukrainische Armee ist durch die unerwarteten Offensiven der Moskau-treuen Separatisten und russischen Truppen in die Defensive geraten….”

Wendepunkt in der Ostukraine

Ilowajsk war die erste große Niederlage der ukrainischen Verbände nach Monaten stetiger Erfolge. Diese Augusttage gelten als Wendepunkt in der Ostukraine –  ausgelöst durch eine massive Verstärkung der Separatisten durch russische Militärtechnik, Freiwillige und aktive Soldaten.” (LINK)

Es gibt im ganzen Film – der ja an vorderster Front gedreht wurde – nicht den geringsten Beweis für eine Beteiligung russischer Truppen an den Kämpfen. Das hindert Lielischkies nicht, mehrfach genau das Gegenteil zu behaupten. Selbst als die Ukrainer in Gefangenschaft geraten, treffen sie dort nur auf Ostukrainer, die sich für die Verhöhnungen des Maidans revanchieren. Von den angeblichen russischen Truppen, die Lügner Lielischkies herbeifaselt, keine Spur.

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Lielischkies: “Aus dem Südosten rücken russische Einheiten vor, so ukrainische Quellen. (1:11 min)

Lielischkies: “Doch inzwischen wächst die Übermacht der anderen Seite mit jedem Tag. Kriegsgerät und Söldner aus Russland, sagen sie uns.” (8:55 min)

Mal abgesehen davon, dass ein Soldat vor Ort auch nur die Propaganda aus Kiew wiedergeben kann und gar nicht weiß, ob auf der anderen Seite Russen oder Ostukrainer schießen: warum sagt diesen Satz keiner der Soldaten in die Kamera? Das wäre doch zumindest ein bisschen glaubwürdiger, als wenn der mehrfach überführte Lügner Lielischkies dies zum hundertsten Mal ohne jeden Beleg ins Blaue behauptet.

Verzerrt ist auch die Darstellung des Angriffs auf die Ukrainer, als diese nach einer Vereinbarung mit den Separatisten den Kessel über einen Korridor verlassen dürfen. Es ist allgemein bekannt, dass Separatisten den Eingeschlossenen nur Abzug gewähren, wenn diese zuvor die Waffen niederlegen. Dass sie Panzer mitnehmen dürfen, um dann bei nächster Gelegenheit die nächste Stadt zu attackieren, ist selbstverständlich ausgeschlossen und erklärt den Beschuss.

Fazit: Ein unter Lebensgefahr gedrehter Bericht von vorderster Front, der leider einige Fragen offen lässt und mit Lielischkies Lügengeschichten verschandelt wurde. Interessant wäre zu erfahren, wieviel Geld die Ukrainer pro Monat als Sold bekommen und wer sie bezahlt. Derlei Fragen waren offenbar Tabu. Unterm Strich ist der Film geradezu ein hartes Indiz, dass keine russischen Truppen in Ilowajsk beteiligt waren, denn unsichtbare Panzer und Phantomkommandos hat selbst Putin nicht.


Quelle und weiterlesen: http://www.propagandaschau.de

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