ARD: Wie die tagesthemen ihre Zuschauer veräppeln

ardDer Propagandakrieg ist in vollem Gange. Darauf weisen auch ARD und ZDF immer wieder hin ohne jedoch einzugestehen, dass sie dabei selbst an vorderster Front durch Lügen, Verschweigen und Verzerren der Realität mitmischen.

Neben den Verzerrungen des heissen Krieges Kiews gegen die unbotmäßige Bevölkerung in der Ostukraine, wird zunehmend die Berichterstattung über die Wirtschaftssanktionen und deren Folgen zum Werkzeug der Propaganda. Alle gleichgeschalteten deutschen Medien haben diesbezüglich reihenweise Artikel veröffentlicht, die die Folgen für Russland dramatisieren und für Deutschland bzw. die EU verharmlosen.

Ein besonders peinliches Beispiel für diese Form der Propaganda boten die tagesthemen (ab 4:54 min) am Sonntag Abend. Nach ersten seriösen Medienberichten, wonach die Sanktionen Russlands die polnische Wirtschaft besonders hart träfen, wurde offensichtlich der Redaktion der Auftrag erteilt, die Milliardenschäden, die Polen sich von der EU ersetzen lassen möchte, zu relativieren.

ARDPolenAepfelCaren Miosga: “Und in diesem Konflikt wird auch wirtschaftlicher Druck ausgeübt. Es ist gerade zehn Tage her, dass Russland als Reaktion auf schärfere Sanktionen des Westens nun seinerseits keine Lebensmittel mehr aus der EU importiert. So will Putin zurückschlagen. Doch die benachbarten Polen zum Beispiel denken gar nicht daran sich unterkriegen zu lassen. Sie haben beschlossen, jetzt erst recht kraftvoll zuzubeissen. Durch den Boykott bleibt Polen, der größte Apfelexporteur der Welt, mitten in der Erntezeit auf 700.000 Äpfeln sitzen. Doch bauernschlau beissen die Polen nun selbst in den sauren Apfel. ‘Wischt Putin eins aus! Esst Äpfel!’, so lautet die patriotische Parole der viele Polen jetzt folgen. Wie die Polen jetzt Putin veräppeln zeigt Marion Kerstholt.”

Es folgt ein alberner Bericht, der u.a. eine Polin auf dem Markt präsentiert, die – obwohl sie zuhause eigene Apfelbäume hat – nun auf dem Markt Äpfel kauft. Das Ganze wird natürlich von der polnischen Regierung forciert und gipfelt in der hoffnungsvollen Erkenntnis, dass auf dem arabischen und chinesischen Markt zweifarbige Äpfel angeblich eine Rarität seien. Dann werden die Chinesen sicherlich Liebhaberpreise zahlen, wenn sie endlich polnische Äpfel bekommen!

Der seriöse Zuschauer blieb nach dem peinlichen Beitrag eher verstört zurück. War das jetzt ernst gemeint? Werden die Italiener ihren Parmesan jetzt in doppelten Rationen futtern oder verstärkt nach Mekka exportieren? Werden die Deutschen demnächst Autos im Doppelpack kaufen, wenn die Sanktionsspirale sich weiterdreht – nur um Putin eins auszuwischen?

FAZIT: Der Beitrag erinnerte an Durchhalteparolen aus finsteren Zeiten. Statt über die Sinnhaftigkeit dieses Wirtschaftskrieges nachzudenken und Argumente Pro und Contra gegenüberzustellen, wird im Modus der Aktuellen Kamera gute Laune verbreitet. “Alles nicht so schlimm!” ist die Botschaft mit der die konfrontative Regierungspolitik dem Volk schmackhaft gemacht werden soll.

 


Quelle und weiterlesen: http://www.propagandaschau.de

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