Gleichgeschaltete Medien: Wenn die Wahrheit ins Kabarett verdrängt wird

Gleichgeschaltete Medien: Wenn die Wahrheit ins Kabarett verdrängt wird

Die deutschen Medien der Mainstreampresse und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bieten seit geraumer Zeit ein derart gleichgeschaltetes Bild, dass sich Kabarettisten – die eigentlich die Politik aufs Korn nehmen sollten – gezwungen sehen, die offenkundigen Missstände der sogenannten “vierten Gewalt” zu thematisieren. Kongenial geschah dies zum wiederholten Male in der “Anstalt” im ZDF und das Publikum dankte es mit begeistertem Applaus.

“Durchbruch an der Heimatfront! Die Journalisten werden von den Lesern unter Feuer genommen…”

“Schließen Sie die Leserbriefe!”

“Was heißt hier Briefe? Das ist alles im Netz!”

“Ja was, dann machen Sie die Foren dicht!”

“Oh nein!”

      “Was?”

“Die Leute weichen auf Facebook aus!”

“Ja dann moderieren Sie, blockieren Sie …Löschen…Löschen!!”

“Ja, aber … aber wir kämpfen doch für die Meinungsfreiheit!”

“Ja aber doch in Russland…NICHT HIIIER!”


Das war zum Schluß vielleicht einer der stärksten Momente einer durchgängig starken Vorstellung. So sehr man sich am gelungenen Kabarett erfreuen kann, sollte man aber nicht vergessen, dass es ein Warnsignal für die Gesellschaft ist, wenn diese Wahrheiten über mediale Einseitigkeit und Manipulation nur noch im Kabarett ausgesprochen werden.

Selbst die Kritik des ARD-Programmbeirats an der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt aus dem Juni(!), die erst letzte Woche von Malte Daniljuk auf Telepolis öffentlich wurde, fand in den großen Medien kein Echo, wie Markus Kompa 3 Tage später ebenfalls auf Telepolis treffend feststellte.

“Wichtige Entscheider wie der Intendant Tom Buhrow und der Fernsehdirektor Jörg Schönenborn, beide aus dem WDR, werben intern offensiv für eine redaktionelle Linie, die sich darauf konzentriert, die “westlichen Positionen zu verteidigen”, hieß es aus der ARD gegenüber Telepolis.” (LINK)

Wenn die ARD das gegenüber Telepolis so geschrieben hat, dass man sich darauf konzentriert, westliche Positionen zu verteidigen, dann ist das der ganz ungenierte Offenbarungseid eines Staatsfunks, der die Vorgaben des Staatsvertrags offenbar nicht kennt und es auch nicht einmal für nötig erachtet, den Anschein zu erwecken, man käme dem Auftrag nach.

Das jetzt mit einwöchiger Verspätung ausgerechnet Benjamin Bidder, einer der einseitigsten und schlimmsten anti-russischen Agitatoren auf Spiegel Online, seinen ideologischen Geistesbrüdern von der ARD beispringt, offenbart den Korpsgeist unter den transatlantischen Meinungsmachern. Mit einer handvoll Einzelbeispielen will Bidder die schiere Masse monatelanger Desinformation und Propaganda verharmlosen. Das wirkt nicht nur hilflos, das ist zum Fremdschämen.


Quelle und weiterlesen: http://www.propagandaschau.de

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