MH17: heute-journal spricht von “mutmaßlich versehentlichem Abschuss”

zdfIst das eine vorsichtig eingeleitete Kehrtwende in der Desinformations- und Hetzkampagne über den Abschuss von MH17 oder wird hier eine neue Lügengeschichte vorbereitet?

In den Tagen und Wochen nach dem Abschuss wurde lautstark und einseitig gegen die ostukrainischen Separatisten und Russland gehetzt. Der Abschuss sei ein Verbrechen, sie seien die Täter bzw. Hintermänner der Täter und würden zur Verantwortung gezogen.

Seit langem ist es still geworden und die gleichgeschaltete transatlantische Propaganda schert sich wenig bis gar nicht um die Ergebnisse der Untersuchung der Flugrekorder. Nur Russland fordert noch mit Nachdruck Aufklärung.

Im heute-journal am 25.8.2014 (ab 8:27 min) waren neue Töne zu hören, die ein Indiz dafür sein könnten, dass den führenden westlichen Propagandamedien längst aus Sicherheitskreisen geflüstert wurde, dass die Untersuchungsergebnisse ein anderes Szenario nahelegen, als es bis zum heutigen Tag lauthals propagiert wurde.

heute-journal_mh17_25.0814Marietta Slomka: “Wie sich  in Kriegsgebieten die Dinge verselbständigen und Waffen in falsche Hände geraten, lässt sich ja auch in der Ostukraine beobachten. Der mutmaßlich versehentliche Abschuss eines Passagierflugzeugs, hatte dem Begriff “falsche Hände” nochmal eine ganz andere Dimension gegeben.”

Diese neuen defensiven Töne sind in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Nicht nur, dass sie nach Wochen der Hetze und Wochen des Schweigens nun eine inhaltliche Kehrtwende andeuten, sie zeigen auch noch einmal deutlich, wie die Interpretation der Katastrophe von den mutmaßlichen Tätern abhängt.

Bestand zu Beginn der gezielt gestreute Verdacht, die Separatisten könnten für den Abschuss verantwortlich sein, so kam niemand in der gleichgeschalteten Presse auf die Idee, dieser Abschuss könne versehentlich geschehen sein. Doch genau das wäre im Falle eines Abschusses durch die Rebellen wahrscheinlich, weil diese es mutmaßlich auf ein ukrainisches Kampfflugzeug abgesehen hätten, das in verbrecherischer Weise die Anwesenheit eines Passagierflugzeugs als Deckung benutzt hat. Die Vorstellung, die Separatisten könnten MH17 vorsätzlich abgeschossen haben ist dagegen vollkommen abwegig. Sie haben weder ein Motiv, noch den Medienapparat, der es ihnen erlaubte, ein solches Verbrechen dem Gegner in die Schuhe zu schieben.

Da sich mit jedem Tag, mit dem die Untersuchungsergebnisse verheimlicht werden, die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Kiew das Flugzeug abgeschossen hat, ist es naheliegend, dass jetzt bereits an einer propagandistischen Exit-Strategie gearbeitet wird, die der Öffentlichkeit eine ganz neue Geschichte schmackhaft machen soll: das ukrainische Truppen das Flugzeug abgeschossen haben – versehentlich!

Wie wahrscheinlich ein versehentlicher Abschuss – mutmaßlich durch ein Kampfflugzeug und mutmaßlich mit einer Bordkanone – ist, darüber muss man nicht lange diskutieren. Das ist absurd. Denkbar ist allenfalls, dass die Mörder dachten, sie hätten es mit einer anderen Maschine zu tun: der von Vladimir Putin. Auch deren Abschuss wäre natürlich ein Kriegsverbrechen gewesen. Die Verwechslung wäre es allemal.


Quelle und weiterlesen: http://www.propagandaschau.de

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