Ray McGovern über die willfährige transatlantische Presse

Ray McGovern ist ehemalige Berater von Ronald Reagan und George Bush Sen. Gemeinsam mit anderen um Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit besorgten ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeitern schrieb er vor kurzem einen Brief an Angela Merkel, in dem er vor den US-Lügen über angebliche russische Truppen in der Ostukraine warnte.

Bei einem Besuch in Deutschland gab er auch BüSo-TV ein Interview, in dem er die Hintergründe der EU- und NATO-Expansion in die Ukraine darstellte und in dessen Verlauf er erneut die Rolle der Medien kritisierte. Sehenswert ist natürlich das komplette Interview. Wir springen hier allerdings zum Part über die Presse:

“…Wenn also jemand sagt, Russland hat erstmals seit dem 2.Weltkrieg Territorium annektiert, dann ist das nicht der richtige Ausgangspunkt. Man muss ausgehen von dem Putsch und die russische Reaktion darauf war vollkommen vorhersehbar. Das gefiel den sogenannten Neokonservativen gar nicht und deshalb neigen sie dazu Putin anzuschwärzen. Und wenn sie ihm vorwerfen könnten, er hätte sich Land angeeignet und sei in die Ostukraine einmarschiert, dann werden sie das tun. Sie haben eine sehr sehr willfährige Presse in Amerika, in Deutschland, in England, die uns das Märchen erzählt, dass Putin das sowjetische Imperium wieder aufrichten will – was nichts mit der Wahrheit zu tun hat. Im Gegenteil: die Nato, die EU und die USA wollen expandieren. Sie sind ein Imperium. Und sie sind einfach nur einen Putsch zu weit gegangen. Aber wir nennen das nicht Putsch, wir sagen Regimewechsel. Also ein Regimewechsel zu viel, bei dem sie einen ordnungsgemäß gewählten Präsidenten herausgeworfen haben. Sicher war der korrupt, aber wenn man eine Demokratie hat, dann wirft man ihn nicht durch einen Putsch hinaus, sondern durch eine Wahl, nicht wahr?…”


Quelle und weiterlesen: http://www.propagandaschau.de

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