RT-Deutsch: Der fehlende Part – Episode 1

RT-Deutsch: Der fehlende Part – Episode 1

Natürlich wollen wir es uns nicht nehmen lassen, aus aktuellem Anlass an dieser Stelle eine Kurzkritik zur ersten Sendung von RT-Deutsch zu veröffentlichen. Der Start der neuen “News-Show” war so ambitioniert, wie von Nervosität gekennzeichnet, aber – besonders durch selbstironische Betrachtungen – durchaus sympathisch.

Vielleicht aus fehlendem Vertrauen, 30 Minuten mit einem Thema füllen zu können, hat man sich bei RT ein Pensum in die Show gepackt, das letztlich keinem der durchweg wichtigen Themen auch nur ansatzweise gerecht wurde. So übertrug sich die Nervosität von Chef Ivan Rodionov und Moderatorin Jasmin Kosubek auf die gesamte Sendung und fand in überflüssigen Kamerafahrten und laufenden Bildern auf einem Monitor im Hintergrund zusätzliche Verstärker.

Persönlich hätte ich ein 30 Minuten Interview mit Rodionov ergiebiger empfunden. Warum nicht in der ersten Sendung ein bißchen aus dem Nähkästchen plaudern Ivan? Rodionov kennt die deutschen Sender aus eigener Erfahrung. Er kennt die russische Medienlandschaft und zweifellos die amerikanische. Das wäre spannend geworden und Moderatorin Jasmin hätte zeigen können, dass sie genug Mumm in den Knochen hat, auch dem eigenen Chef kräftig auf den Zahn zu fühlen.

Stattdessen wurden neben Rodionov zwei weitere spannende Gäste durchs Studio geschleust und im Interview obendrein von der noch überengagierten Moderatorin mehrfach unterbrochen. Sorry, das geht gar nicht!

Am Ende blieb beim Zuschauer wenig Information, wenig Erkenntnis, sondern eher der Eindruck eines explodierenden Bauchladens guter Vorsätze.

Fazit:
Ok, holpriger Start – geschenkt! Bitte demnächst maximal zwei Themen pro Sendung, vielleicht sogar nur eins, dieses dann aber vertieft beleuchten und Studiogäste ausführlich zu Wort kommen lassen. Weniger Kamerafahrten und auf den Monitor im Hintergrund gehören maximal wechselnde Standbilder zum Thema, aber keine Videos mit Fußgängern. Jasmin ist engagiert und hat Potential. Das kann sie aber nur entwickeln, wenn sie nicht als Hostess verheizt wird, sondern die Chance bekommt, ihre offensichtliche Neugier in ausführlichen Interviews auszuleben.

Dok bleibt in jedem Fall dran und wünscht Euch von Herzen gute Besserung!


Quelle und weiterlesen: http://www.propagandaschau.de

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