Statement von Strelkow am 11.09.2014

Statement von Strelkow am 11.09.2014

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Geschrieben von apxwn am in |

Igor Strelkow, der “Schütze”, ist am 11.09.2014 nach Ablauf eines Monats seit seinem fast schon mysteriösen Verschwinden aus Donezk in Moskau mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit getreten, die überaus innenpolitischen Charakters ist. Abgesehen davon, dass darin eine Bewertung der Minsker Waffenstillstandsvereinbarungen vom Gesichtspunkt der “Ideen der Revolution” enthalten ist, kann sie als eine mögliche Antwort auf hier immer wieder auftretende Fragen wie “Wird RIA Novosti vom Kreml oder vom Weißen Haus kontrolliert?” dienen. Ich stelle den Text einmal weitgehend unkommentiert hier ein, mit dem Hinweis, dass er nicht unbedingt für alle interessant sein mag. Wer aber nach Erklärungen für das monatelange “Schweigen Putins” zum Genozid im Donbass sucht, kann hier eine mögliche Antwort aus Sicht eines der wichtigsten Beteiligten finden.

Die russischen Staatsmedien schweigen übrigens weitestgehend zu diesem Auftritt. Kann schon sein, dass er ihnen nicht wichtig genug vorkommt. Man muss sehen, was wirklich an Kraft dahinter steht; in wenigen Wochen hat Strelkow jedenfalls eine “richtige” Pressekonferenz versprochen, die dann etwas konkreter zu seinen Vorhaben Aufschluß geben könnte.

UPDATE. Wer’s konkreter mag, kann gleich zur Fragerunde vorspulen.


strelkow_igor-iwanowitschGenau ein Monat ist seit dem Zeitpunkt vergangen, an dem ich den Posten des Verteidigungsministers der VRD und Kommandeurs der Volkswehr verlassen musste. Diese Entscheidung ist mir ganz und gar nicht leicht gefallen. Schwierig waren auch die Umstände, unter denen diese Entscheidung getroffen werden musste. Donezk und die ganze Gruppierung der bewaffneten Kräfte der VRD befand sich in einer operativen Einkesselung und konnte die ständigen, von allen Seiten erfolgenden Angriffe der Strafkorps nur mit Mühe abwehren. Nur einzelne in der Führung der Republik wussten, dass in nur wenigen Tagen wichtige Änderungen eintreten würden und dem Feind eine entschiedene Niederlage zugefügt werden wird. Ich bin einer von diesen Wenigen, konnte aber meinen Untergebenen nicht einmal andeuten, dass wir alsbald zum Gegenangriff übergehen und die vom Feind besetzten Stellungen zurückholen würden. Noch schwieriger war es für mich, mir bewusst zu machen, dass nicht mehr ich das Kommando bei der Befreiung der von uns vorher (auch auf meinen eigenen Befehl hin) verlassenen Städte und Ortschaften des Donbass führen würde. Es fiel mir vom moralischen Gesichtspunkt schwer, meine Kameraden gewissermaßen in der “Stunde vor dem Morgengrauen” zu verlassen, in dem Moment, in dem die Dunkelheit am undurchdringlichsten ist und als der Untergang unserer gemeinsamen Sache vielen unausweichlich erschien. Ich will mich nicht mit den Umständen aufhalten, die mich zu meinem Rücktritt gezwungen haben. Nur soviel: diese Entscheidung hat sich schon allein dadurch ausgezahlt, dass am Vortag des Gegenangriffs die Leitung der bewaffneten Streitkräfte der VRD in eine Hand gelegt wurde und es so möglich war, eine Vielzahl von Konflikten zu vermeiden, die gleich einem Geschwür die Republik zerfraßen, gleichwie es so gelang, die Versorgung unserer Truppenteile und Verbände nachhaltig zu gewährleisten.

In den vergangenen Wochen hat sich die Lage an den Fronten in Neurussland grundlegend geändert. An der Mehrzahl der Fronten sind die Strafkorps zurückgeworfen worden, haben schwere Verluste erlitten und sind zur Verteidigung übergegangen. Es wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das gesamte Territorium des Donbass von den Strafkorps und den Einheiten der Kiewer Machthaber befreit werden konnte. Unter den Vorstößen der Armee der VRD trat der Feind knurrend den Rückzug nach Westen an, sein Heer und dessen Leitung geriet in Panik. Doch was passierte dann?

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Quelle: http://www.chartophylakeion.de/blog/tag/neurussland/#.VBNztmPeh8E

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