WDR: Radarbilder und Satellitenfotos aus Moskau sind nichts wert

wdr5WDR5 Morgenecho 22.7.2014 8:15 Uhr

Interview im WDR5-Morgenecho mit WDR-Korrespondent Jan Pallokat, der sich in Kiew aufhält und nicht in der Ostukraine. Für Pallokat sind die in Moskau präsentierten Radar- und Satellitenbilder, die die Anwesenheit eines ukrainischen Kampfjets und mehrerer aktiver BUK-Stellungen in der Nähe des vermutlich abgeschossenen Passagierjets zeigen, ganz offensichtlich in Bezug auf ihre Glaubwürdigkeit genauso zu bewerten, wie das durch nichts belegte Geschwätz der ukrainischen oder US-amerikanischen Regierung.

Transkript:

Moderator:“Nun gabs aus Russland gestern eine Äusserung, nämlich, dass ein ukrainisches Kampfflugzeug in der Nähe dieser Boeing, die abgestürzt ist oder abgeschossen wurde vermutlich, dass ein ukrainisches Kampfflugzeug in der Nähe gesichtet wurde. Hat man sich dazu in Kiew in irgendeiner Form geäussert?”

Jan_PallokatPallokat:“Man hat von Anfang an gesagt, dass keine Kampfflugzeuge in der Luft waren und das gestern auch nochmal bestätigt. Russland hat gestern Radarbilder präsentiert. Russland ist bisher das einzige Land, was das entdeckt haben will. Sie sind ja nicht die Einzigen, die den Luftraum überwachen. Ähm, schwer zu beurteilen von hier [Kiew], wie das zu bewerten ist. Sie sagen auch nicht, dass sie Beweise hätten, dass dieses Kampfflugzeug, was da angeblich in der Nähe war, gefeuert hat. Sie sagen nur: ‘seltsam, wir haben hier diese Bilder, erklärt uns das doch bitte mal!’ Es gibt noch ein paar andere Angaben. Angeblich haben die Ukrainer doch auch …ähm…äh…Flugabwehrgeschütze neu positioniert und so weiter. Das Alles ist sehr sehr schwer zu bewerten und mit ähnlicher Vorsicht sicherlich zu gebrauchen, wie die Angaben von der ukrainischen Seite. Wir haben hier seit Anbeginn des Konflikts damit zu tun, dass hier – ich möchte mal so sagen – gelogen wird, wie gedruckt und es wahnsinnig schwierig ist, aus dieser Flut an Behauptungen, das herauszufiltern, was irgendwie was mit der Wahrheit zu tun hat.”

Nachzuhören ist der Mitschnitt hier (1:14min).

Pallokat reiht sich damit in die restliche Propaganda der deutschen Staatsmedien ein, die notorisch vollkommen unbelegte Behauptungen der US-amerikanischen und der ukrainischen Regierung breit über die Medien streuen und sich diese auch regelmäßig zu eigen machen, etwa wenn sie behaupten, die Separatisten würden die Aufklärung erschweren, Tote pietätlos behandeln etc.

Wenn dann Russland plötzlich mit knallharten Fakten und Beweisen, sowie mit berechtigten Fragen an die Lügenjunta in Kiew vor die Presse tritt, werden diese Beweise vollkommen ignoriert, wie gestern nahezu durchgängig in den Hauptnachrichten von ARD und ZDF, relativiert, infrage gestellt oder als Propaganda abgetan.

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